Freitag, 05.05.2006

Kurzer Draht ins Rathaus

KOMMUNE / Stadtverwaltung testet neue Kommunikations-Technik.

Das Stichwort "Public Voice-Portal NRW" ist geeignet, um manchem die Sprache zu verschlagen. Dabei soll die technische Neuerung eigentlich dafür sorgen, dass die Kommunikation zwischen Kommune und Bürgern einfacher und besser wird. Immerhin hat das Land NRW dafür einen Wettbewerb gestartet, aus dem Essen als Sieger hervorging. Gewinn: Die 300 000 Euro, die der halbjährige Probelauf für das "über Sprache gesteuertes Informations- und Kommunikationsportal" kostet, übernimmt das Land. Wenn´s klappt, funktioniert der neue Service in etwa so wie bei Banken, Versicherungen oder anderen Dienstleistern: Man ruft an (im Fall der Stadtverwaltung die Telefonnummer 88-0) und landet bei einer Computerstimme. Die fragt nach dem Wunsch des Anrufers und gibt dann entweder gleich selbst Auskunft oder vermittelt an die entsprechenden Gesprächspartner. Sind die nicht erreichbar, kann der Bürger zumindest eine Info oder seine Bitte um Rückruf hinterlassen. Nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung wird so die Telefonzentrale im Rathaus entlastet. Bislang nehmen die 18 Mitarbeiter hier rund neun Millionen Anrufe im Jahr entgegen. Im Anschluss an die technische Erprobung soll der Service, der eine durchgehende Erreichbarkeit der Verwaltung garantieren will, im Herbst ans Netz gehen. (ufü)

05.05.2006    

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